• jakub2768

Fahren im Dunkeln – was können Sie dabei beachten!

Gutes Sehvermögen ist für das sichere Lenken eines Fahrzeugs eine Grundvoraussetzung. Denn 90% der Informationsaufnahme erfolgt über das Auge [1] . Da sich mit zunehmendem Alter die visuellen Fähigkeiten verringern, und es zu einer Verschlechterung des Sehens bei Dämmerung und Dunkelheit kommt, fällt es besonders in der Nacht wesentlich schwerer mit dem Auto zu fahren. Problematisch ist jedoch, dass das Sehvermögen im Alter häufig überschätzt wird und sich die Lenker*innen des Defizits gar nicht bewusst sind. Wer aber schlecht sieht, unterschätzt auch Entfernungen und damit erhöht sich das Unfallrisiko.


Was erschwert das Sehen in der Nacht?

Mit zunehmendem Alter verringern sich die Sehschärfe, die Kontrastempfindlichkeit und das Dämmerungssehen. Zudem benötigen ältere Menschen generell mehr Licht, um gut sehen zu können. Deshalb fällt es besonders in der Nacht schwerer mit dem Auto zu fahren, da wichtige Informationen wie Verkehrsschilder oder andere Verkehrsteilnehmende nicht mehr so gut wahrgenommen werden können.


Das Auge wird empfindlicher in Bezug auf blendendes Licht. Ältere Lenker*innen benötigen länger, um nach einer Blendung wieder richtig sehen zu können und fahren aus diesem Grund häufig für mehrere Sekunden im Blindflug [2].


Der Graue Star ist eine normale Alterserscheinung, die bei fast allen Menschen über 70 Jahre auftritt und mit einer zunehmenden Verschlechterung der Sehkraft einher geht. Für Betroffene erscheint alles verschwommen und wie durch einen Nebel. Hier kann eine Operation jedoch Abhilfe schaffen.


Tipps

  • Machen Sie regelmäßig einen Sehtest, um Veränderungen rechtzeitig zu erkennen: Ab dem 50. Lebensjahr sollte alle 2 Jahre und ab dem 60. Lebensjahr jedes Jahr eine Kontrolle beim Augenarzt erfolgen [3].

  • Falls Grauer Star vorliegt, kann eine Operation helfen.

  • Vermeiden Sie es, bei Dunkelheit Brillen mit getönten Gläsern oder Sonnenbrillen zu tragen. Brillenträger sollten bei Nacht möglichst reflexgeminderte Gläser verwenden. Brillen mit Gelbfilter sind nicht zu empfehlen [4].

  • Versuchen Sie Ihre Autofahrten am Tag zu planen.


Falls Sie nachts unterwegs sind:

  • Geben Sie Ihren Augen, bevor sie losfahren, mindestens fünf Minuten Zeit, um sich an Dunkelheit zu gewöhnen.

  • Falls Sie im Dunkeln Schwierigkeit haben zu sehen, können auch Nachtsichtassistenzsysteme hilfreich sein.

  • Stellen Sie die Beleuchtung Ihres Armaturenbretts – falls möglich – heller ein.

  • Vermeiden Sie es, direkt in das Scheinwerferlicht von anderen Fahrzeugen zu sehen.


[1] Hoffmann, H., Wipking, C., Blanke, L., Falkenstein, M. (2013). Experimentelle Untersuchung zur Unterstützung der Entwicklung von Fahrerassistenzsystemen für ältere Kraftfahrer. Bremerhaven: Wirtschaftsverlag NW.

[2] Schlag, B. (2008). Leistungsfähigkeit und Mobilität im Alter. TÜV Media.

[3] Senioren im Straßenverkehr | ADAC

[4] https://www.adac.de/verkehr/verkehrssicherheit/verkehrsmedizin/durchblick-im-strassenverkehr/

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